The Tree-Man ist geheilt
Dede ist 35 und wohnt in Indonesien. Er führte ein völlig normales Leben, bis er sich im Teenager-Alter dein Knie aufschlug. Er begann ein merkwürdiges Kribbel in Beinen und Füßen zu spüren, doch dachte sich nichts dabei. Nun, viele Jahre später kann er weder Hände noch Füße gebrauchen, da sich infolge der Infektion baumartige Auswüchse gebildet haben. Noch dazu sieht er nahezu angsteinflößend aus, obwohl er eigentlich ein lieber Kerl ist. Seine Popularität „verdankt“ er vor allem den amerikanischen Journalisten. In seiner Heimat ist er aufgrund seines Aussehens ein extremer Außenseiter.
Die baumartigen Auswüchse an seinem Körper sind nicht so ungewöhnlich, wie man zunächst vermuten würde. Eigentlich leidet Dede nur an einer Krankheit, welche durch die sogenannten „Humanen Papillomviren“ verursacht wird. Diese Viren, welche in 118 verschiedenen, gar nicht mal seltenen Formen auftreten, verändern die DNA. Übertragen werden sie durch bloßen Hautkontakt oder Geschlechtsverkehr. Verbreitet sind sie allerdings hauptsächlich in Regionen mit mangelhaften Hygienezuständen.
Das diese Viren, die sonst nur eine starke Warzenbildung hervorrufen eine derartige Auswirkung auf Dedes Körper haben, hängt damit zusammen, dass er zusätzlich an einem Gendefekt leidet. Somit kann sich sein Körper nicht gegen die Viren wehren und er ist hilflos ausgeliefert. Seine Hände und Füße sind zu riesigen, stumpfartigen Auswüchsen mutiert. Er kann seine Hände kaum benutzen, da seine Finger so breit sind, dass jegliches Feingefühl verloren geht. Ab und zu macht ihm seine Frau eine Zigarette an, die er zwischen zwei der astartigen Finger klemmt.
Einen Vorteil hatte das Publizieren seines Leidens allerdings. Durch eine Fernsehdokumentation wurde ein amerikanischer Arzt auf ihn aufmerksam und widmete sich Dedes Krankheit. Durch unzählige Operationen konnte ein Teil seiner Geschwüre entfernt werden. Vor allem sein Gesicht ist von den aggressiven Warzen befreit. Mittlerweile kann Dede auch seine Hände wieder für einige kleine Handlungen verwenden. Das Schreiben beispielsweise fordert ihm allerdings immer noch einiges ab. Er macht glücklicherweise aber immense Fortschritte und führt wieder ein normales Leben.